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Clara Luzia
« When I Take Your Hand »

Clara Luzia — When I Take Your Hand (Apr., 27, 2018)

 Clara Luzia — When I Take Your Hand (Apr., 27, 2018)Clara Luzia — When I Take Your Hand (Apr., 27, 2018)•★•√    Na svém sedmém albu Clara Luzia znovu překvapuje novými stylistickými obraty a velkou dávkou rocku.
Born: Clara Luzia Maria Priemer~Humpel (* 1978 in Oberretzbach, Niederösterreich).
Location: Vienna, Austria
Album release: Apr., 27, 2018
Record Label: Asinella Records
Duration:     27:11
Tracks:
01. On The Street     2:20
02. Bold Move     2:42
03. Running Out     3:15
04. The Story Of You & Me     3:23
05. When The Streets     4:22
06. Earth~Born     3:03
07. Mood Swing     2:39
08. Survival     3:32
09. I Remember You     3:35
Review
Text:
Christian Steinbrink
•★•√    Auf ihrem siebten Album überrascht Clara Luzia abermals mit neuen stilistischen Wendungen und einer großen Portion Rock.
•★•√    Clara Luzia hat mit Sicherheit schon stürmischere Phasen in ihrem Leben verbracht. Um das zu überprüfen, muss man nur auf die nachdenklichen bis kritischen Zwischentöne ihrer tollen ersten Alben »Railroad Tracks« und »The Long Memory« vor nun auch schon mehr als zehn Jahren achten. Heute, mit etwas mehr Routine, wirkt ihr Songwriting unverkrampfter und freier, wobei ihre musikalische Wendung eigentlich eine andere Sprache spricht: Während die Österreicherin früher noch weitgehend dezenten Folk und Pop schrieb, zeigt sie sich heute stilistisch vielseitiger und oft auch lauter. Gerade der Einstieg in ihr neues, siebtes Album »When I Take Your Hand« gerät mit den kratzigen Songs »On The Street« und »Bold Move« für ihre Verhältnisse sehr rockig und erinnert an die Breeders.
•★•√    Dabei bleibt es im weiteren Verlauf der neun Songs zwar nicht, Clara Luzia findet auch wieder zurück zu sachter Stimme und allein gelassener Gitarre, dennoch unterstreicht sie so deutlich wie noch nie ihre stilistische Spannbreite und auch Güte: »When The Streets« ähnelt mit Hall und Chören dem Surf~Rock eines Chris Isaak, und mit dem düster~dringlichen »Survival« geht Clara Luzia sogar noch konsequenter in Richtung des Black Rebel Motorcycle Club. Neben ihrer Vielfalt macht aber auch die ausnahmslose Klasse ihrer Songs »When I Take Your Hand« zu einer großen LP, die zeigt, dass Clara Luzia auch nach vielen Jahren und Alben noch zu Fortentwicklung in der Lage ist.   •★•√     https://www.intro.de/
About album
•★•√    Clara Luzia ist eine der außergewöhnlichsten Musikerinnen des Landes, geheimnisvoll und faszinierend.
•★•√    „I feel that it’s a pissed off album, but in a sophisticated pissed off way. The way you are pissed off with a crooked smile and a raised eyebrow. Because you know you are more clever than that.“ (Denice Bourbon)
•★•√    Wenn dein Stimmungsring täglich “Kulturpessimismus” anzeigt, dann scheint ein Rückzug ins Privatleben eine sinnvolle Option. Clara Luzias neues Album “When I Take Your Hand” könnte als so ein Rückzug interpretiert werden — zumal sie nicht nur ein Liebeslied an ihre Frau (und Schlagzeugerin) Catharina formuliert (“The Story Of You & Me”) und ihrer Urgroßmutter gedenkt (“I Remember You”), sondern auch ihren inneren Dämonen die Rute ins Fenster stellt (“Survival”) und damit die Türen weiter öffnet als bisher.
•★•√    Aber das von Julian Simmons (Vashti Bunyan, Gemma Ray, Midlake, Ed Sheeran) produzierte, jüngste Album der Wiener Songwriterin und mehrfachen Preisträgerin des Amadeus FM4 Award will weder Nabelschau noch Aufruf zum Rückzug sein, sondern nur eine beinahe willkürliche Liedersammlung als Chronik seiner Zeit. Wo genau diese Liedersammlung zu verorten ist, lässt sich dann ohnehin erst aus der Perspektive des Rückblicks entscheiden. Bis dahin ist Händchenhalten nicht die schlechteste Option und durchaus auch eine politische Handlungsanweisung.
•★•√    Die beiden im Sommer und Herbst 2017 vorab veröffentlichten Singles “Mood Swing” (#3 der FM4~Charts) und “On The Street” liefen bereits auf sämtlichen Radiostationen zwischen Polen (u.a. Radio Czworka, Radio Lublin), Deutschland (u.a. Radio Eins, BR Puls), Spanien (BI FM), Schweden (Stockholm College Radio) und England (BBC6).
“When the streets go to sleep
and the lights go out
that’s when I take your hand
and we leave this place
Everyone who’s awake
is a potential threat
we pretend we are safe.
YES, IT’S FUCKING POLITICAL!
•★•√    Wie auch nicht? Die magische 7~Mrd~Menschen~Marke ist überschritten, pseudoreligiös unterfütterte Abstrusitäten bieten Orientierungslosen neuen Halt, die Festung Europa verteidigt mit Zähnen und Klauen ihren Wohlstand, und Umwelt und Tiere siechen dank unserer bodenlosen Gier vor sich hin.
•★•√    Dennoch ist „Here’s To Nemesis“, das mittlerweile sechste Studioalbum von Clara Luzia keine Platte, die nach dem Strick greifen lässt. Denn mit dem Arsch ins Gesicht fährt Luzia trotz allem nicht. Die Texte sind codierte Erzählungen über die Suche nach dem richtigen Leben im falschen: Wer sie verstehen will, kann sie leicht entschlüsseln. Wer die Comfort Zone nicht verlassen will, wird auch in einer Kapitalismuskritik ein softes Liebeslied hören. Und das passt auch so. Sind die Lieder einmal ins Außen entlassen, hat die Verfasserin kein Deutungsmonopol mehr. Doch wer zuhört gewinnt.
•★•√    „It’s very raw and not too much stuff. There are no unnecessary decorations because the album doesn’t need it, the songs don’t need it. I feel that they have the exact amount of things added to the base structure, which gives the album a lot of attitude.“ — (Denice Bourbon)
•★•√    Nach Jahren mit großer Band und entsprechend dichtem Klang riss sich Clara nun die Kleider vom Leib. Übrig bleiben Haut und Knochen in Form von Bass, Gitarre, Schlagzeug. Blaupause für den Sound von „Here’s To Nemesis“ stellte 2014 die Interpration von „Sinnerman“ für Andreas Prochaskas Erfolgsfilm „Das Finstere Tal“ dar. Catharina Priemer, die Neue am Schlagzeug, wies Clara den Weg zu schwingenden Tremolo~Gitarren, die viel Raum lassen für Stimme und Leerstellen. Der britische Produzent Julian Simmons erledigte den Rest, indem er in vielen von Claras Kompositionen das Tempo rausnahm, um diesen Schwingungen auch gebührend Platz zu lassen.
•★•√    Das Cover~Artwork von Alexandra Mia Monkewitz zeigt eine Nuss mit Hirn, einen Kern als Metapher dafür, dass der Kern allen Seins in allem steckt. „We are all seeds of the same tree“ (Cosmic Bruise) — die wichtigste Erkenntnis, die für Clara Luzia alles verändert hat. Der Schlüsselsatz des Albums. Die Achse als Hinweis auf die Waagschale der Nemesis, der Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit. Auf ihr ruht die ganze Hoffnung. Und die Hoffnung lebt — trotz allem. •★•√     https://treibhaus.at/
Review
Gerhard Stöger in FALTER 17/2018
Ein stiller See und eine Beatband aus der Hölle
•★•√     Beatband aus der Hölle“ ist unter allen Pop~Marketingsprüchen gewiss nicht der schlechteste. Kreiert wurde er 1966 für die Slaves, die wildeste Wiener Gitarrenband ihrer Zeit. Ihre kurze Karriere fand vor allem in der Schweiz statt, wo drei Singles erschienen sind, für die Sammler heute Unsummen bezahlen. Gitarre spielte der 16~jährige Karl Ratzer, der in den 1970ern in die USA gehen und als Jazzer Karriere machen sollte. Seinem noch ganz anders tönenden Frühwerk ist die exzellente Vinyl~Zusammenstellung „Karl Ratzer. The Early Years“ (Schallter) gewidmet, die neben dem schmalen Werk der Slaves auch Psychedelik und Kuschelprog von Charles Ryders Corporation, C~Department und Gipsy Love enthält. Kundige Linernotes von Al Bird Sputnik komplettieren dieses Vorzeige~Reissue.
•★•√    Eine Popgeneration später war die Rucki Zucki Palmencombo dran: Aus dem Punk hervorgegangen — Bernie Tragut hatte zuvor bei den legendären Rabauken Dirt Shit gespielt —, mischte das Trio Rock ’n’ Roll der frühen Jahre und Schlager, gespielt im Geiste von New Wave. Einer kurzen ersten Karriere folgte eine umso langlebigere Reunion, die mit der auf 100 Exemplare limitierten LP „Das Salz in der Suppe“ (Container Recordings) einen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Tex Mex trifft auf traditionelles Liedgut („Is scho stü uman See“), lässiger Habitus auf versiertes Handwerk.
•★•√    Bei Album Nummer sieben ist Clara Luzia angekommen. Konzentriert auf neun Songs in knapp 30 Minuten, zählt „When I Take Your Hand“ (Asinella) zu den bislang stärksten Veröffentlichungen der Songwriterin mit der fragil~intensiven Stimme: Facettenreich produziert, steht nicht der melancholische Indiefolkpop von einst im Zentrum, stattdessen gibt sich Clara Luzia auch einmal angriffslustig, konterkariert Traurigkeit durch federnd~leichte Musik und probiert erfolgreich Neues; intensive Leisetretermomente kommen trotzdem nicht zu kurz.   •★•√     https://cms.falter.at/
Discografie:
Alalie Lilt:
*    2002: Cyclopedia
*    2005: What Is Gone Doesn’t Necessarily Disappear
Clara Luzia:
*    2006: Railroad Tracks
*    2007: The Long Memory
*    2008: 7” Split Single / Mika Vember
*    2008: The String — And Then Some — EP
*    2009: The Ground Below
*    2011: Falling into Place
*    2013: We Are Fish
*    2015: Here’s To Nemesis
*    2018: When I Take Your Hand
Website: https://claraluzia.com/
Twitter: https://twitter.com/claraluzia
Facebook: https://www.facebook.com/claraluzia
Interview
Von Philip Dulle ( 29. 4. 2018 )
•★•√     https://www.profil.at/shortlist/kultur/clara-luzia-interview-when-i-take-your-hand-10040738
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